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Nachhaltigkeit

Der gemeinnützige Verein für Mangrovenschutz e.V. wurde 2019 in Bremen gegründet, um durch Öffentlichkeitsarbeit sowie Umweltbildung und Auslandsprojekte zum Erhalt von Mangrovenwäldern beizutragen. 

Mangrovenwälder wachsen im Gezeitenbereich tropischer und subtropischer Küsten. Ihre Lage zwischen Land und Meer macht sie zu einem besonderen Lebensraum mit wichtigen Funktionen für Mensch und Natur. Global betrachtet sind Mangrovenwälder bedeutende Kohlenstoff-Senken - sie speichern drei bis fünfmal mehr Kohlenstoff als andere Wälder und tragen damit zur Minderung des Klimawandels bei. Lokal kommt ihnen eine wichtige Rolle als natürlicher Küstenschutz zu.  In den Ländern des Globalen Südens fehlen häufig die finanziellen Mittel für Schutzmaßnahmen, um dem steigenden Meeresspiegel und den zunehmenden Extremwetterereignissen zu begegnen.  

 

Ein Mangrovenwald kann Wellenhöhen um 50 - 100 % mindern und viel Wasser aufnehmen, wodurch Zerstörungen im Landesinneren abgemildert werden. Der Ressourcenreichtum der Wälder – beispielsweise Holz, Fisch und Meeresfrüchte – bietet Küstenbewohner*innen eine Lebensgrundlage. Jedoch sind die tropischen Küstenwälder, die nur 0,1 % der Erdoberfläche bewachsen, stark bedroht – unter anderem durch Aquakulturanlagen, Ölpalmplantagen und Tourismusprojekte. Der Verlust nimmt nicht nur den dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum, sondern hat auch existenzielle Folgen für die Küstengemeinden.